21. November 2018

Text Konzert 7: Musica Ficta

Musica ficta und die Renaissance des Madrigals
(siehe Koncertprogramm hier)

Der Madrigal Stil blühte in den Jahren 1540 – 1650 und ist eine der beliebtesten Vokalformen mit seiner raffinierten Mischung von gelehrter Musiktechnik und erotischem Spiel mit Worten und Symbolen. Musica Ficta hat sich in den vergangenen 10 Jahren intensiv mit dieser Form beschäftigt und hat 2016 ein drejjähriges Stipendium des Beckett Fonds erhalten, mit dem Ziel, das Madrigal Repertoir zu erforschen speziell im Hinblick auf Ornamentation und Improvisation. Heute gilt Musica Ficta nach dreijähriger Arbeit und intensiver Ausbildung der Sänger als eines der führenden Ensembles betreffend der Aufführung von Werken der Spätrenaissance und insbesondere der Werke von Gesualdo und Marenzio.

Die Madrigale werden von den acht Sängern des Ensembles gesungen. Das bietet eine grosse Flexibilität der Aufführung, genau wie wir es von den Streichquartetten des 18. und 19. Jahrhunderts kennen. Bo Holten dirigiert und gibt eine ausführliche Einführung in die zeitliche Epoche und die Komponisten.

Musica Ficta ist ein professionelles Vokalensemble, gegründet von Bo Holten im Jahre 1996. Das Ensemble hat sich seit seinem Beginn vorwiegend mit früher europäischer Vokalmusik befasst. Das Ensemble spielt ungefähr 40 Konzerte pro Jahr im In- und Ausland.