21. November 2018

Text Konzert 7: Duo Diathéseis

Duo Diathéseis

Christine Bernsted og Ramez Mhaanna

(Siehe Koncertprogramm hier)

Das Duo Diathéseis besteht aus der Violinistin Christine Bernsted und dem Pianisten Ramez Mhaanna. Deren Zusammenarbeit begann, als sie beide den Léonie Sonning Talentpreis erhielten im Jahre 2019.  Beide Musiker haben im Ausland studiert und turniert, z. Bsp. in Russland, Österreich, China und Australien.

Beide haben Preise an Wettbewerben gewonnen wie z.Bsp.  an der Melbourne International Violin Competition, den Golden Music Awards i New York, der 1st Vienna Music Competition und “Musica Classica” in Moskau.

Die Violinistin Christine Bernsted hat trotz ihres jungen Alters bereits Preise im Ausland gewonnen, die zu ihrem Debut in der Carnegie Hall in New York, im Kammermusiksaal der Berlinerphilharmonie und in der Royal Albert Hall i London geführt haben. Vor zwei Jahren gewann sie den 1. Preis in der  Melbourne International Violin Competition in Australien. Nach ihrem Bachelorstudium bei Prof. Tim Frederiksen am DKDM in Kopenhagen hat Christine Bernsted bei Professor Eszter Haffner in Kopenhagen studiert und daneben bei Boris Kuschnir in Wien. Sie hat an Masterclasses teilgenommen mit weltberühmten Violinisten wie Pinchas Zukerman, Nikolaj Znaider und Gerhard Schulz und ist z.Zt. in der Solistenklasse des DKDM bei Eszter Haffner und bei Boris Kuschnir in Wien tätig. Christine erhielt 2019 den Léonie Sonning Talentpreis und den Carl Nielsen und Anne Marie Carl-Nielsens Talentpreis. Sie spielt auf einer französischen Auguste Bernadel Violine aus dem Jahre 1836, die ihr von einer privaten Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

De Pianist Ramez Mhaanna hat ein dänisch-libanesisches-russisches Herkommen. Er hat im In- und Ausland turniert wie z.Bsp. in China und Russland. Er erhielt seine Bachelor Ausbildung an der Gnessins Musikakademie in Moskau und sein Diplom bei Amalie Malling am DKDM, wo er auch 2018 in de Solistenklasse aufgenommen wurde. Ramez Mhaanna erhielt 2019 den Spezialpreis für beste Ausführung von dänischem Repertoire an der Duo Lied Competition in Kopenhagen und die Silbermedaille an der 1st Vienna International Music Competition.

Bemerkungen zum Konzertprogramm

Debussy: “Ein Beispiel dafür, was von einem kranken Mann in Kriegszeit geschrieben werden kann“ schreibt Debussy an einen Kollegen über diese Sonate. Dieses Werk war das letzte, das Debussy schrieb – in einem fortgeschrittenen Zustand von Krebserkrankung im ersten Weltkrieg. Eine äusserst kompakte Sonate unter 15 Minuten – ein beeindruckendes Farbenwerk in einer mystifizierenden Klangwelt.

Prokofiev: Noch ein Kriegswerk – geschrieben im 2. Weltkrieg in der Sovjetunion. Die Sonate wurde merkwürdigerweise von der russischen Regierung verboten, obwohl sie den Stalinpreis erhalten hatte.  Der erste Satz ist eine Schattenwelt, schön und melodisch (mit Ausnahme des kraftvollen Mittelstückes und der Koda) und gleichzeitig voller Angst und Finsternis.

Ysaÿe schreibt sechs Stücke für Solovioline und lässt damit die Barockzeit wiedererstehen. Jede der sechs Sonaten ist einem zeitgenössischen Violinisten gewidmet – diese ist für George Enescu. Trotz den enormen technischen Forderungen an den Violinisten bestand Ysaÿe darauf, dass die Aufführung poetisch, künstlerisch und beseelt sein sollte.

Mozart: Constanze Mozart, die Frau des Komponisten, erzählte folgende Geschichte betreffend der Premiere des Werkes im Kärntnertor Theater in Wien i 1784: Obwohl Mozart das Werk innerlich fertigkomponiert hatte, hatte er es nicht geschafft, es in Noten niederzuschreiben. Er spielte deshalb mit einem leeren Stück Papier auf dem Notenpult, um das Publikum zu täuschen – Kaiser Joseph II, der Zuhörer war, entdeckte das, und die Situation empfand er als äusserst vergnüglich.

Schumann: In einem instabilen Sinneszustand, der zwei Jahre später zu Schumanns bekanntem Selbstmordversuch führte, schreibt der Komponist zwei Sonaten für Violine und Klavier mit nur einer Woche Pause dazwischen. Die sich immer wiederholenden Motive im ersten Satz (die auch in anderen Sätzen angedeutet werden) sind nahezu Zwangsgedanken, mit denen der Komponist kämpft. Trotz einem „happy ending“ in D-dur ist diese halbstündige Sonate manisch, auf ihre Weise Wagnerisch romantisch.