21. November 2018

Text Konzert 2: Concerto Copenhagen

Concerto Copenhagen

Fredrik From og Adrian Chandler

(Siehe das  Konzertprogramm hier)

In den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts fanden grosse Fortschritte in der Technik des Violinspiels statt. Italien war führend in dieser Entwicklung, während das übrige Europa nachfolgte und neue musikalische Formen entstanden – u.a. Solokonzerte, die Vivaldi perfektionierte.

Obwohl Vivaldi von einer unbegabten Nachzeit bezichtigt wurde, dasselbe Violinkonzert 400 Mal geschrieben zu haben, war er in Wirklichkeit einer der avantgardistischsten Komponisten seiner Zeit. Er experimentierte mit dem Klang und den Nuancen der Instrumente, und fand fruchtbares Gehör in seiner Beziehung zum Orchester „Ospedale della Pietá“ , das eine der vier Institutionen für elternlose Kinder in Venedig war und im übrigen ausnahmslos aus Frauen bestand. Man muss sich vorstellen, dass er die Mehrzahl seiner Kompositionen für zwei oder mehrere Instrumente speziell für dieses Orchester komponierte.

Jedoch darf man die Erzählung nicht bei Vivaldi beenden, denn Italien war die Wiege von etlichen hochbegabten Komponisten – deren Werke in der Zwischenzeit unverdient in die staubigen Bücherregale der Bibliotheken verwiesen wurden. Im Konzertprogramm ergänzen wir Vivaldis Doppelkonzerte mit Werken einiger seiner besten und feinsten Zeitgenossen – Gregori, Dall’Abaco und Brescianello.

Das Concerto Copenhagen spielte 1991 seine ersten Konzerte und hat sich seitdem zum führenden Barockorchester Skandinaviens entwickelt.

Seit 1999 war der international anerkannte Cembalist und Kammermusiker Lars Ulrik Mortensen der künstlerische Leiter des Orchesters. Die Begegnung zwischen dem Orchester und Mortensen hat zu einer spannenden musikalischen Reise geführt, die zum grossem Publikumserfolg des Orchesters beigetragen hat.

Das Concerto Copenhagen nähert sich seinem 30-jährigen Jubiläum. Es setzt unverzagt seine Erforschung der frühen Musik fort mit einem Repertoire, das sich aus europäischer Musik und weniger bekannten Werken aus Skandinavien zusammensetzt.

Der Violinist Adrian Chandler ist ein führender Interpret von italienischer Barockmusik und hat bedeutende Anerkennung für seine Virtuosität und für sein Engagement als Solist und Leiter eines Ensembles erhalten. Neben seiner Tätigkeit als Musiker ist Chandler ein bedutender Musikforscher auf der Jagd nach neuer und unbekannter Musik für sein eigenes Ensemble „La Serenissima“. Die meisten seiner Einspielungen haben international grosse Anerkennung gefunden.

Der Violinist Fredrik From studierte an der Musikhögskolan in Göteborg und am Royal College of Music in London. Er war viele Jahre Konzertmeister im Concerto Copenhagen und Göteborg Baroque und hat oft mit Ensembles wie  Les Ambassadeurs, Arte dei Suonatori, Ensemble Cordia, Theatre of Voices, Drottningholm Teaterorkester gespielt. Fredrik From hat in den USA, Japan, China, Australien, Brasilien und Europa turniert. Unter seinen CD Einspielungen sind Bachs Violinkonzerte und die Brandenburg Konzerte zu erwähnen.